Auswirkungen der Umwelt auf unseren Körper

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Auswirkungen der Umwelt auf unseren Körper

von DER-Therapeut.ch am 30.01.2017 16:32

Umweltschutz ist Gesundheitsschutz

Gesundheitsschäden durch Umwelteinflüsse sind grundsätzlich soweit vermeidbar, wie es möglich ist, sich diesen Einflüssen zu entziehen. Die Voraussetzungen dafür sind, dass der schädliche
Einfluss bekannt ist und dass die individuellen Möglichkeiten es erlauben, den Umwelteinfluss zu meiden.
Einzelne Vorsichtsmaßnahmen beim Essen und Trinkwasser sind leicht umzusetzen;
das Vermeiden von Luftschadstoffen ist jedoch ungleich schwerer.
Gleichzeitig sind Umweltbelastungen sozial ungleich verteilt. In den meisten Studien zeigt sich bei Menschen mit niedrigem Sozialstatus eine Tendenz zur stärkeren Belastung durch negative Umwelteinflüsse. Sie sind vor allem häufiger von verkehrsbedingten Gesundheitsbelastungen wie Lärm und Luftschadstoffen betroffen.
Reine Luft, sauberes Trinkwasser, eine intakte Natur – das sind Voraussetzungen für ein gesundes Leben. Umweltprobleme sind demnach auch Gesundheitsprobleme.
Belastungen aus der Umwelt zählen neben der sozialen Lage und dem individuellen Lebensstil zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf Gesundheit und Lebenserwartung der Menschheit.
Wenn Umweltprobleme in den Medien aufgegriffen werden, nimmt die Diskussion möglicher Gefahren für die Gesundheit einen entsprechend grossen Raum ein. Hier geht es um Themen wie die Luftverschmutzung und Lärm, Dioxin in Lebensmitteln, Radioaktivität infolge des Reaktorunfalls in Fukushima, Legionellen im Trinkwasser, die seit langem andauernde Diskussion über Mobilfunk- und zunehmend über WLAN-Strahlung...etc. Ein großer Teil der Bevölkerung fühlt sich z.B. durch Lärm belästigt und das zu Recht.

Wie sich bestimmte Umweltfaktoren konkret auf die Gesundheit auswirken und wie groß die Gesundheitsgefahren genau sind, ist aus methodischen Gründen kaum zu beziffern. Viele verschiedene Faktoren wirken sich auf die Gesundheit aus. Zu ihnen gehört neben den Umwelteinflüssen auch die individuelle Lebens- und Ernährungsweise. Auch die einzelnen Umwelteinflüsse sind schwer zu trennen. Sie unterscheiden sich oft von Mensch zu Mensch, zum Beispiel je nachdem, wo sich jemand am meisten aufhält, ob im Freien, in Räumen oder auch in Fahrzeugen.
Um Gesundheitsgefahren für größere Gruppen zu bewerten, wird oft die sogenannte Krankheitslast berechnet (englisch: burden of disease). Für die Krankheitslast wird neben anderen Werten errechnet, wie viele Lebensjahre der Bevölkerung insgesamt durch eine bestimmte Beeinträchtigung verloren gehen. In die Berechnungen fließen Daten über Schadstoffbelastungen des Körpers, die Verunreinigung von Wasser, Boden und Luft sowie über die Häufigkeit von bestimmten Krankheiten ein.
Solche statistischen Daten machen deutlich, dass bestimmte Umweltprobleme erhebliche Auswirkungen haben. Allein die Luftverschmutzung ist jährlich weltweit für sieben Millionen vorzeitige Todesfälle verantwortlich, so eine Studie der Weltgesundheitsorganisation vom März 2014. Das Umweltbundesamt(D) hat errechnet, dass allein in Deutschland jährlich durchschnittlich etwa 47.000 vorzeitige Todesfälle auf die Feinstaubbelastung zurückgeführt werden können. Dies entspricht einem Verlust von zehn Lebensjahren pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Diese Gesundheitsschäden bedeuten gleichzeitig auch Kosten für das Gesundheitssystem. Sie stellen also eine finanzielle Belastung für die Gesellschaft dar.

(Auszug aus Mentale Stärken und die Verbindung zur gesundheitlichen Prävention, DER-Therapeut.ch, Kay J. Braeunig)

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